Erika Navas

Erika Navas

Werdegang und meine Gedanken zur Malerei

Ich habe bereits als 16 jährige Modeschülerin mit figuralen Zeichen und Aktstudien bei Prof Fritz Martinz und später bei Prof. Frohner auf der Angewandten mit Stiften, Rötel und Kreiden begonnen.

Ursprünglich hatte ich Bühnenkostüm inskribiert, habe dann kurz die Modeklasse bei Hr. Prof. Lagerfeld besucht und wurde dann an Hrn. Prof. Hutter weiter empfohlen. Trotz guter Noten bekam ich kein Stipendium, weil mein Vater Mexikaner war und begann daher als Kostümassistentin zu arbeiten.

Seit 1985 bin ich als freischaffende Kostümbildnerin erfolgreich tätig und als Bildende Künstlerin anerkannt.
Kunst hat mich weiterhin interessiert und ich habe Abendkurse an der Angewandten und künstlerischen Volkshochschule besucht und an diversen Aktkursen teilgenommen. Dabei sind unzählige Zeichnungen entstanden.

Diese Zeichnungen malerisch umzusetzen hat mich sehr beschäftigt und daher habe ich mich 2015 bei Herrn Prof C. L. Attersee für ein 2-jähriges Atelierstudium beworben. Seit ich diese Atelierstudium bei ihm absolviere, hat sich für mich einiges verändert.

Die ersten Bilder waren noch hauptsächlich Akte. Danach wurden Themen wie zum Beispiel verschiedene Stilleben oder wie drücke ich Gefühlszustände aus, wie erzähle ich mit meinen Bildern Geschichten, und so weiter, umgesetzt.

Heute entstehen meine Akte ohne Modelle und sind oft verzerrt. Dadurch entstehen Figuren, die keine natürlichen Proportionen haben, aber gerade dadurch interessant wirken. Mir geht es darum meine eigene unverkennbare Handschrift zu schärfen und weiter zu entwickeln. Mit verschiedenen Techniken versuche ich diese Aufgaben zu bewältigen und meine eigene Ausdrucksform zu finden. Hier haben sich nun mehrere Stilrichtungen ergeben und ich bin noch immer auf der Suche wohin mich dieser Prozeß führen wird.

Neben den Akten hat sich nun eine neue Bildsprache und -gestaltung entwickelt.
Diese Bilder kommen aus dem Unterbewussten und sind nicht geplant. Sie entstehen ohne Vorlage und sind Stimmungsbilder in unterschiedlicher technischer Ausführung.

 

Erika Navas, die Malerin

In einer Zeit wo Bilder nur technisch erzeugt werden, finde ich die Auseinandersetzung mit der Malerei sehr spannend.

Abstrakte Malerei interessiert mich seit dem Atelierstudium bei Prof. Christian Ludwig Attersee auch, wobei seine Aufgabenstellung mit Bildern Geschichten zu erzählen eine große Herausforderung darstellt. Das gelingt mir leichter mit mehreren Bildern, die alle im gleichen Format (80×80) gemalt sind und gemeinsam eine Geschichte erzählen.

Mut ist ein Teil der Kunst.

Es gehört Mut dazu sich vor eine leere weiße Leinwand zu stellen und einfach loszulegen.
Egal was dabei herauskommt, geht es mir in erster Linie meinen eigenen Weg zu finden, Stimmungen zu schaffen und die Freude an der Malerei auszudrücken.

Herrn Prof. C.L.Attersee hat einen Leitsatz der mir sehr gut gefällt: „ Mit Bildern ein neues Universum zu erschaffen!“
Auch seine Ansicht, dass ein Bild nie ganz fertig ist, bzw. der Betrachter das Bild für sich selbst „fertigmalt“ gefällt mir sehr gut.
Die Wirkung des Bildes auf den Raum bzw. auf den Betrachter ist auch ein neuer Ansatz, mit dem ich mich seit dem Studium beschäftige.

Der Schaffensprozess ist für mich ein Ausdrucksmittel

für innere Stimmungen oder auch Erfahrungen mit meiner unmittelbaren Umgebung. Mein Ziel für meine Arbeit ist daher während des Malens in einen Zustand zu kommen, wo die Gedanken abschalten und sich die Leinwand mit Farbe füllt.

Wenn ich dann das Bild aus einiger Entfernung betrachte, sehe ich dann in welche Richtung sich das Bild entwickeln könnte. Habe ich dann im Moment keine weite Idee dazu, stelle ich das Bild beiseite und beginne ein neues.
Seit Beginn des Studiums sind so über 100 Bilder entstanden.
Bei der Sichtung zu Jahresende ist mir bewusst geworden, dass viele der Bilder wie Landschaften wirken.

Erika Navas, die Kostümbildnerin

Als Kostümbildnerin habe ich einen sehr kreativen Beruf. Ich bin aber nur ein Teil eines Gesamtbildes. Als Malerin kann mir niemand vorschreiben, wie mein Bild aussehen soll. Es ist mir auch egal, ob es gefällt. Aber es freut mich schon sehr, wenn ich Anerkennung bekomme.

 

Erika Navas, CV

  • HTL für Bekleidungsgewerbe
  • seit 1965 in Wien
  • Geb. 1959 in Mexico City
  • Hochschule für angewandte Kunst bei Wonder/Lagerfeld/ Frohner
  • seit 1985 freischaffende Kostümbildnerin
  • Div. Film und Theaterprod ( Bennys Video, Hinterholz 8, Kom. Rex, Julia, Volkstheater Wien, Burg, Josefstadt, Reichenau etc.)
  • 2002 Ausstellung im mex. Kulturinstitut „4 ELEMENTE“
  • 1995-2005 Galeriebetrieb „ART HAUS“ Sprungbrett für neue Künstlerin, Artist in Residenz

 

 

KONTAKT:
Erika Navas

T: +43 664 1820702
E: erika@naVas.at